| F: |
Was hat Sie bewogen, gerade Ihren Beruf zu ergreifen? Mich hat schon früh interessiert, warum Menschen in ähnlichen Situationen so unterschiedlich handeln, entscheiden und leiden. Mein beruflicher Weg hat sich daraus entwickelt, psychologische Zusammenhänge verstehbar zu machen und Menschen in herausfordernden Lebens- und Arbeitssituationen Orientierung zu ermöglichen. |
| F: |
Welche besonderen Fähigkeiten sind Ihrer Meinung nach in Ihrem Beruf gefordert? Zentral sind die Fähigkeit zum differenzierten Zuhören, psychologisches Strukturieren komplexer Situationen sowie die Fähigkeit, emotionale und soziale Dynamiken einzuordnen, ohne vorschnell zu bewerten oder zu vereinfachen. |
| F: |
Weshalb haben Sie sich gerade für Ihre Arbeitsschwerpunkte entschieden?
Meine Schwerpunkte ergeben sich aus meiner Ausbildung, Forschung und langjährigen Praxis. Ich arbeite dort, wo Menschen in Übergängen, Krisen, Beziehungs- oder Entscheidungssituationen Orientierung suchen und Entwicklung möglich ist. |
| F: |
Was erachten Sie als Ihren bisher größten beruflichen Erfolg?
Dass mir Menschen wiederholt rückmelden, sich durch die gemeinsame Arbeit klarer, handlungsfähiger und innerlich sortierter zu fühlen – oft in Situationen, die zuvor als festgefahren erlebt wurden. |
| F: |
Wodurch glauben Sie, könnten die Menschen vermehrt für Ihre Dienstleistungen interessiert werden? Durch transparente Information, fachliche Klarheit und eine verständliche Vermittlung psychologischer Zusammenhänge ohne Pathologisierung oder einfache Patentlösungen. |
| F: |
Arbeiten Sie auch mit Berufskolleg*innen oder mit Expert*innen aus anderen Berufsgruppen zusammen? Ja. Je nach Fragestellung arbeite ich im Austausch mit Kolleginnen aus Beratung, Therapie, Medizin oder Organisationen, sofern dies sinnvoll und im Interesse der Klient:innen ist. |
| F: |
Bieten Sie auch selbst Veranstaltungen an (Seminare, Workshops, Gruppen, Vorträge usw.)? Ja. Neben Einzelsettings biete ich Workshops, Vorträge, Webinare und Gruppenformate an, in denen Wissen, Selbsterfahrung und praxisnahe Reflexion miteinander verbunden werden. |
| F: |
Welches Ziel wollen Sie in Ihrem Beruf noch erreichen? Ich möchte psychologische Themen weiterhin so vermitteln, dass sie entlastend, orientierend und entwicklungsfördernd wirken – sowohl im individuellen als auch im beruflichen und gesellschaftlichen Kontext. |
| F: |
Was bedeutet für Sie Glück? Glück bedeutet für mich innere Stimmigkeit, tragfähige Beziehungen und das Gefühl, in herausfordernden Situationen handlungsfähig zu bleiben. |
| F: |
Wenn Sie die berühmte "Gute Fee" nach drei Wünschen fragen würde, welche würden Sie äußern? Mehr psychologische Bildung im Alltag, mehr Verständnis füreinander in konflikthaften Situationen und mehr Zeit für Entwicklung statt bloßer Funktionalität. |
| F: |
Welche drei Gegenstände würden Sie auf eine einsame Insel mitnehmen? Ein Medium, um Musik hören zu können, Schreibmaterial und etwas, das Verbindung zur Welt ermöglicht – Lernen, Reflektieren und Austausch bleiben auch dort wesentlich. |
| F: |
Was ist Ihr Lebensmotto? Nichts ist so, wie es auf den ersten Blick erscheint. |
| F: |
Welche wichtige Frage haben Sie in diesem Interview vermisst? Was Menschen konkret von psychologischer Beratung erwarten dürfen – und was nicht. |
| F: |
... und wie würden Sie darauf antworten? Psychologische Beratung bietet einen geschützten Rahmen, um Krisen, Konflikte und belastende Situationen verstehbar zu machen. Sie hilft, innere und äußere Dynamiken zu ordnen, Handlungsspielräume zu erweitern und auch in schwierigen Phasen wie Trennung, Überforderung oder bspw. in Paarkonflikten wieder Orientierung und Stabilität zu gewinnen. |
| F: |
Was ist der Unterschied zwischen Beratung und Therapie? Beratung richtet sich an Menschen ohne psychische Erkrankung, die sich in belastenden Lebenssituationen, Krisen oder Konflikten befinden und Orientierung suchen. Sie unterstützt dabei, Situationen zu verstehen, zu ordnen und neue Handlungsmöglichkeiten zu entwickeln. Therapie hingegen behandelt psychische Störungen und setzt eine diagnostische Abklärung voraus. |
| F: |
Was ist Coaching? Coaching ist eine strukturierte, ziel- und lösungsorientierte Begleitung bei Entscheidungs-, Rollen- oder Veränderungsprozessen. Im Mittelpunkt stehen aktuelle Fragestellungen, persönliche Ressourcen und konkrete Ziele, häufig im beruflichen Kontext, aber nicht ausschließlich. |
| F: |
Was ist Training? Training dient der Vermittlung von Wissen, Fähigkeiten und Kompetenzen. Es ist inhaltlich vorstrukturiert und darauf ausgerichtet, bestimmte Fertigkeiten oder Handlungsweisen einzuüben, z.B. in Kommunikation, Führung oder Selbstmanagement. |
| F: |
Was ist der Unterschied zwischen Coaching und Supervision? Coaching fokussiert auf individuelle Ziele, Entscheidungen und Entwicklungsprozesse. Supervision richtet den Blick stärker auf berufliche Rollen, Arbeitsbeziehungen und institutionelle Rahmenbedingungen und dient der Reflexion professionellen Handelns, häufig im sozialen, beratenden oder therapeutischen Kontext. |
| F: |
Wie unterscheidet sich Coaching von Beratung und von Training? Beratung hilft, komplexe Lebens- oder Konfliktsituationen zu verstehen und zu ordnen. Coaching ist stärker ziel- und prozessorientiert und arbeitet an konkreten Fragestellungen oder Veränderungen. Training vermittelt Inhalte und Methoden und folgt einem vorgegebenen Lernrahmen. Alle drei Formate können sich ergänzen, unterscheiden sich jedoch in Zielsetzung und Vorgehensweise. |
| F: |
Gibt es Coaching nur für berufliche Themen oder auch für private? Coaching kann sowohl berufliche als auch private Themen betreffen. Entscheidungsfindung, Rollenklärung oder Veränderungsprozesse betreffen oft mehrere Lebensbereiche gleichzeitig. Entscheidend ist nicht der Kontext, sondern die Ziel- und Lösungsorientierung des Anliegens. |

